PETE IM INTERVIEW

6. February 2012

Jeder, der die Skatecontests in Regenstauf mitgefahren ist oder zugesehen hat, kennt Peter Steger. Der Local aus Ramspau, der es durch seine Skatekünste nicht nur zum jährlichen 1. Platz bei der Oberpfalzmeisterschaft geschafft hat, sondern auch bei der Deutschen AM Meisterschaft einen respektablen 7. Platz eingefahren hat. Daher ein kleiner Kaffeeklatsch mit Pete über den COS Cup, die Fahrer und seinen Run. Ein Blick hinter die Contest-Kulissen…

Wie war das für dich erstmalig bei der Deutschen Amateur Meisterschaft mitzufahren?

Also war schon irgendwie komisch, auch vorm Run war ich voll aufgregt, aber unterm Run gings dann eigentlich wieder. War weniger schlimm, als ich gedacht hab.

Wie war der COS Parcours im Gegensatz zu den gewöhnlichen Skateparks, die du so fährst?

Also ich denk das war so ungefähr die größte Umstellung, die ich je hatte. Die Rampen sind einfach extrem hoch und wir haben ja auch nirgends Rails zum Üben an den Parks. Die Rampen waren auch extrem rutschig teilweise.

Fallen sie also schon ‘ne Ecke größer aus oder sind schwieriger zu fahren?

Also größer auf jeden Fall. Als ich vor ‘ner Woche (das erste mal nach dem COS) in Regenstauf einen Transfer machen wollte, bin ich erstmal mit einer Achse ins Flat gesprungen. Aber zum Fahren gings eigentlich am COS Cup. Wir konnten uns ja fast einen ganzen Tag einfahren.

Photo: JBcam

Du warst neben Jost, der ebenfalls 14 ist und gewonnen hat, mit der jüngste Teilnehmer. Wie war das?

Oder fragen wir besser, Jost hat schon unglaublich gut vorgelegt!

Naja eigentlich nichts Neues, ich muss ja sonst auch immer mit den älteren Herren mitfahren, was allerdings ziemlich anstrengend ist – bin ja direkt von der C Gruppe in die A gekommen. Ja der Jost hat das Ding sicher nach Hause gefahren. Das wusste ich aber schon vorher, weil ich den Mann schon mal in Münster im Skatecamp letztes Jahr gesehen hab und da hat er sich erstmal am Doubleset Handrail mit Backlip warmgefahren. Also ich war nicht überrascht. Es war eigentlich auch nicht das Rennen um den ersten Platz, sondern um den Zweiten.

Aber Bigspin Frontboard oder Flip Front Feeble am Curbcut-Rail sind schon ne Ansage von dem Jungen.

Ja, aber wenn ich ehrlich bin, kannte ich die Sachen alle schon von ihm.

Hast jetzt in der Ferienwoche auch gleich ein paar neue Bängers probiert – hat dich der COS Cup motiviert?

Motiviert ist auf jeden Fall der falsche Ausdruck und wirklich was verändert hat sich auch nicht, außer dass ich jetzt schon wieder höllisch heiß auf Contests bin. Und Bängers, naja Switch Boardslide Gazelle Flip out am Curb 🙂

Treibt das also einen schon an, wenn man vor dem ganzen Publikum fahren muss und einem die Leute zuklatschen.

Was soll ich dazu sagen außer: Oh ja, wie die Pest!

Wie fandest du dann den COS “Profi-Kader” um Mizze, Taubert, Radtke, Schall usw. Hier ging es ja um den Meistertitel!

Also was den Taubert angeht, auf den hab ich mich schon ‘ne Woche vor dem Contest am meisten gefreut und war dann natürlich wahnsinnig begeistert, als er den Stopp für sich entschieden hat. Und das mit dem Radtke und Schall war natürlich – leider muss man sagen – im Final ‘ne klare Angelegenheit, obwohl ich es, wenn ich ehrlich bin, Christoph Radtke 1000 mal mehr gegönnt hätte, weil’s der Schall ja schon mal war. Schade. Naja und der Lem und der Mizurov sind halt dann die Könige des Contests gewesen, auch wenn keiner der Beiden erster wurde. Ich mein in Sachen Style, Pop, Sicherheit usw. ist der Alex natürlich der Mensch, auf den man zählen kann.

Hast du ein paar Jungs auch näher kennen gelernt?

Klar, wir haben ja in den wunderbaren Indianerzelten übernachtet, da war z.B. der zehn Jahre alte Leonard aus Berlin, der mich ganz stark an unsere zwei Youngguns Jermi und Schiller erinnert hat. Aber wirklich andere Namen hab ich mir leider nicht merken können, in solchen Sachen bin ich sehr schlecht.

Wie war das überhaupt, bei fast Null Grad im Tipi-Zelt zu übernachten. Schon ganz schön heftig. Man muss dazu sagen, du hast keine Jacke dabei gehabt das ganze Wochenende!

An was du dich alles erinnern kannst. Naja, so schlimm war’s eigentlich gar nicht, also in voller Montur musst ich mich nicht in den Schlafsack zwängen, aber es war schon vorteilhaft, dass ich am ersten Tag angekommen bin. So konnte ich mir zusammen mit dem anderen Kollegen die Heizungsplätze sichern.

Ich muss mir ja alles merken, bin ja journalistisch tätig. bis zu den Achterbahnen im Europapark Rust hast du es ja nicht geschafft – im Gegensatz zum Than-Hai, der hat deswegen seinen Run verpasst!

Oh ja! Als er dann gekommen ist, hab ich ihm gesagt, dass sein Run schon vorbei war. Er meinte etwas angeschlagen: Ou?! Naja.

Hattest Schiss vor den Achterbahnen?

Was heißt Schiss, ich bin einfach noch ein kleines Mädl was Schwindel usw. angeht. Da war mir dann ein gutes Gefühl im Bauch vor dem Run doch lieber als Brechreitz währenddessen.

Jetzt bist du immerhin schon 15 – da kann man sich schon mal trauen!

Also Jochen, dann verspreche ich hiermit hoch und heilig: Sollten wir nächstes Jahr wieder nach Rust zum COS Cup fahren, dann fahr ich mit dir Silverstar!

Dann sag ich danke fürs Interview und bis demnächst im Skatepark, wenn die Temperaturen aus der Südsee wieder bei uns sind!

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